Microsoft Dynamics CRM 2013 | MPR Toolkit

MPRToolkit

Mein heutiger Artikel ist allen Microsoft Dynamics CRM Partnern bzw. Entwicklern gewidmet, die das MPR Toolkit nutzen, um Ihre CRM Lösungen auf die so genannte Platform Readiness prüfen lassen wollen.

Um dieses Tool zu erhalten, muss man sich zunächst unter www.microsoftplatformready.com anmelden und eine Anwendung anlegen. Ihr erhaltet auf dieser Seite auch eine so genannte App-ID, die Ihr zur Anmeldung eurer App im Microsoft Partner Network benötigt.

Alle Entwickler, die jedoch auch nur mal so Ihre Anwendung ohne eine Mitgliedschaft im Microsoft Partner Network testen wollen, können dies ebenfalls mit diesem Toolkit tun.

MPRToolkit_NewTest

Hat man sich für einen CRM 2013 Test eingetragen, so stellt man zunächst erst einmal fest, dass man den Test lediglich mit einer CRM 2013 Online Umgebung durchführen kann. Den Test in einer On-Premise-Umgebung zu starten ist derzeit leider nicht möglich. Glücklicherweise besteht aber die Möglichkeit, euch eine 30-tägige Testversion von CRM online zu besorgen.

Des Weiteren solltet Ihr euch die Grundvoraussetzungen im Word-Dokument, welches Ihr auf dieser Seite im Download-Link angeboten bekommt unbedingt durchlesen und befolgen.

MPRToolkit_Prereq_Details

Hat man anschließend einen Test gestartet, so wird man in verschiedenen Dialogen durch den eigentlich Prozess, der aus drei Testschritten besteht geführt.

Dabei gilt: Wann immer Ihr eine Schalftfläche “Validate” findet, betätigt diese. Euer Test kann ansonsten entweder nicht fortgesetzt werden, oder aber Ihr schaut hinterher in dem Testbericht auf eine “failed” Status-Meldung, die besagt, dass Ihr eine Validierung ausgelassen habt.

Der eigentliche Test besteht wie gesagt aus drei Schritten, zunächst wird eure Lösungsdatei (oder auch Dateien) validiert, anschließend installiert. Es folgt dann eine Validierung auf den Einsatz von Scripten, gefolgt von einem online Performance Test der Scripte und einer abschließenden Deinstallation.

Klingt soweit eigentlich ganz einfach, doch in der Praxis einen erfolgreichen Test ausgewiesen zu bekommen, stellt sich dann doch als größere Herausforderung dar. Daher folgende Tipps für euch:

  • konfiguriert in den Persönlichen Optionen des CRM die Benachrichtigung im Fehlerfall (niemals einen Fehler senden)
  • konfiguriert den Pop-up Blocker, auch wenn Ihr Ihn normalerweise nicht benutzt
  • gebt die CRM Testinstanz unter Vertrauenswürdige Seiten unbedingt an
  • schaltet auf einem Windows 2012 Server System unbedingt für Administratoren die Erweiterte Sicherheit für Internet-Explorer aus

Kommen wir nunmehr zu wichtigen Tipps, die eure Lösung bzw. Lösungsdateien betreffen:

  • Gebt die zu testenden Dateien in der Reihenfolge der Installation an, wenn Ihr mehr als eine Datei habt. Sprich vorausgesetzte Dateien zuerst, dann die darauf aufbauenden Lösungsdateien
  • Ihr verwendet in Eurer Lösung Benutzerdefinierte Sicherheitsrollen? Lagert diese in einer separaten Lösungsdatei aus
  • Ihr verwendet in Eurer Lösung Feld-Sicherheitsprofile? Lagert diese ebenfalls aus
  • Eure Lösung beinhaltet eine neue Navigation oder gar Anwendungs-Menüpunkte? Lagert beides unbedingt in separaten Dateien aus (eine Lösung mit Sitemap, eine Lösung mit Application Ribbons)
  • In eurer Lösung verwendet Ihr Prozesse? Erneut gilt die Faustregel, auch diese in einer oder mehreren separaten Dateien auszulagern
  • Ihr verwendet SDK Plug-Ins oder Workflow Assembly? Auch diese gehören jeweils in eigene Dateien
  • Eure Lösung besteht aus mehreren Benutzerdefinierten Entitäten und der Export der verwalteten Lösung endet in einer Lösungsdatei, die größer als 2MB groß ist? Verkleinert die Lösung und teilt sie nach Möglichkeit in kleinere Lösungspakete auf
  • Eure Lösung basiert auf die Integration der Entitäten Benutzer, Service-Aktivität, Teams und Equipment? Wenn ihr hier keine individuellen Anpassungen an Masken vorgenommen habt, sondern es sich hier nur um Beziehungen zu diesen Entitäten handelt, dann integriert diese Entitäten nicht in Eurer Lösung (auch, wenn dies ein Warnhinweis beim Export gibt)
  • CRM Online Testinstanzen sind jetzt immer standardmäßig mit dem Spring Wave ‘14 Paket versorgt. Wählt daher beim Export eurer Lösung auf dem Entwicklungssystem die Version 6.1 aus.

Bei dem eigentlichen Test gilt dann:

  • Wenn Ihr könnt, verwendet eine in der Azure Cloud befindliche Virtuelle Maschine, um Netzwerk-Latenzzeiten optimieren zu können. Wenn Ihr euch für eine kostenlose Azure Testumgebung anmeldet, wird diese (je nach eurer Ländereinstellung) meist im gleichen Rechenzentrum betrieben, wie eure CRM Online Testinstanz
  • Führt den Test nicht während der Arbeitszeit, sondern eher zum Abend hin aus. Eure CRM Online Testumgebung teilt sich die SQL Performance mit anderen Instanzen. Der Test selbst stellt eine hohe Anforderung an die Performance des SQL Systems. Die Wahrscheinlichkeit, dass zum Abend hin viele Nutzer noch aktiv sind, ist gering und damit die Chance hoch, dass euer Test nicht wegen eines SQL Timeouts als “failed” eingestuft wird.
  • Gebt der virtuellen Maschine mit der Ihr den Test durchführt nicht zu geringen Arbeitsspeicher und nach Möglichkeit auch mehr als einen CPU Kern.

Wenn Ihr diese Tipps befolgt, ist die Wahrscheinlichkeit den Test erfolgreich abschließen zu können sehr viel höher, versprochen…

Technorati Tags:

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s